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Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Diagnose des Kurzdarmsyndroms richtet sich danach, welcher Teil des Darms entfernt wurde und welche Funktionen der verbleibende Teil noch ausführen kann. Nach einer entsprechenden Operation ist es daher besonders wichtig, die Blutwerte in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Das lässt Rückschlüsse darauf ziehen, ob der Körper noch ausreichend versorgt wird oder nicht. Um rechtzeitig möglichen Komplikationen vorzubeugen, sollten Stuhl und Gewicht ebenfalls regelmäßig untersucht werden.

Der Darm ist bis zu einem gewissen Umfang in der Lage, sich selbst zu regenerieren. Die durch eine Operation verursachte reduzierte Aufnahmefähigkeit, kann durch eine optimierte Ernährung oder durch eine Hormonbehandlung wieder gestärkt werden. Die Höhe der Darmzotten und die Tiefe der Darmkrypten kann nach einigen Monaten zunehmen und dadurch die Aufnahme der Nährstoffe verbessern.

Ist das nicht der Fall, weil beispielsweise nur noch ein sehr kleiner Teil des Darms übrig ist, kann eine dauerhafte künstliche Ernährung erforderlich sein.1

Komplikationen beim Kurzdarmsyndrom

Der Darm ist ein hochkomplexes System. Jeder Abschnitt übernimmt wichtige Aufgaben und trägt dazu bei, dass Verdauung und Nährstoffaufnahme reibungslos funktionieren. Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom leiden nicht nur unter einer schweren Krankheit sondern auch an vielen möglichen Komplikationen. Im Zuge der Therapie können zusätzlich Probleme durch die veränderte Darmanatomie auftreten.

Dabei kommt es beispielsweise zu bakterieller Überwucherung, Knochenerkrankungen oder Nierenversagen. Komplikationen können aber auch durch einen Katheter oder den Parenteralen Support bedingt sein. Sie nehmen mitunter schwerwiegende Ausmaße an.

Die psychische Belastung bei Patienten mit einem Kurdarmsyndrom darf nicht außer acht gelassen werden. Die Krankheit schränkt Betroffene in ihrem täglichen Leben extrem ein. Es fällt ihnen schwer ein normales Leben zu führen, daher benötigen sie neben der Behandlung der Symptome zusätzlich regelmäßige psychologische Betreuung.2

1. P. B. Jeppesen, M. et al. Gastroenterology 2012; 143(6), S.1473–1481; 2. Hofstetter S, et al. Curr Med Res Opin. 2013;29(5):495‐504

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