Symptome

Jeder Abschnitt des Dünndarms übernimmt eine bestimmte Funktion bei der Verdauung und Nährstoffaufnahme. Bei der Entfernung von Teilen des Darms, können also sehr individuelle Beschwerden und Symptome auftreten.

Ein gesunder Erwachsener benötigt etwa vier Meter Dünndarm, damit der Prozess der Verdauung und Nährstoffaufnahme reibungslos funktioniert. Eine kürzere Länge, kann zu Beschwerden führen.1 Das Ausmaß der Komplikationen hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:

  • Länge und Lage des entfernten Dünndarmteils
  • Funktionsfähigkeit des verbleibenden Dünndarms
  • Funktionsfähigkeit der restlichen Verdauungsorgane (Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber)
  • Vorhandensein der ventilartigen Klappen zwischen Dünn- und Dickdarm (Ileozökalklappe)
  • Vorgänge der Anpassung im verbleibenden Dünndarm

Der verkürzte Darm und der dadurch entstehende Nährstoffmangel kann an verschiedenen anderen Organen Beschwerden hervorrufen. Besonders häufig kommt es dabei zu massiven Durchfällen mit starker Geruchsbildung und Flüssigkeitsverlust. Infolge der gestörten Verdauung treten starke Gewichtsverluste, Mangelernährung, Blähungen und Bauchkrämpfe auf.2

Der herrschende Vitaminmangel kann außerdem zu trockener Haut, Knochenerkrankungen, Apathie/Depression, verminderter Wundheilung, vorzeitigen Alterserscheinungen und einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes führen.

Viele der Beschwerden haben ihre Ursache auch in der parenteralen Ernährung, einer Form der künstlichen Ernährung, bei der der Verdauungstrakt umgangen wird.3,4

1. P. B. Jeppesen, M. et al. Gastroenterology 2012; 143(6), S.1473–1481; 2. Hofstetter S, et al. Curr Med Res Opin. 2013;29(5):495‐504; 3. Hofstetter S, et al. Curr Med Res Opin. 2013;29(5):495‐504; 4. Buchman AL. Dig Dis Sci. 2001;46(1):1‐18; 4. Nightingale JMD. Intestinal Failure. 2001:177‐198;

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